Projektfahrt nach Indien (21.10.2017 - 5.11.2017)

Projektfahrt nach Indien (21.10.2017 – 5.11.2017)

von Pia Gietenbruch (14) & Viviane Dräger (15)

In den Herbstferien hatten wir die Möglichkeit zusammen mit Schülern aus 5 verschiedenen Schulen an dem Schüleraustausch nach Ghaziabad in Indien teilzunehmen.

Wir haben uns sehr auf die Indienreise gefreut, um die Kultur kennenzulernen und ihr näher zu kommen. Eine Woche vor dem Flug hatten wir ein „indisches Vorbereitungsseminar“, durch das wir schon vorher sehr viel über Indien erfahren haben.

In der ersten Woche in Indien waren wir in einer sehr netten und gastfreundlichen Gastfamilie untergebracht. Wir konnten die indische Kultur kennenlernen und haben festgestellt, dass es große Unterschiede gibt. Es gibt viele reiche Leute, aber auf den Straßen leben auch sehr viele arme Leute, die obdachlos sind und nicht viel zum Leben haben. Als wir morgens zur Schule gefahren wurden, kamen sehr viele Kinder unter 14 Jahren zu uns an die Autoscheibe und haben um Geld und Essen gebettelt.

Jeden Tag sind wir mit den indischen Austauschschülern und –schülerinnen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Orten gefahren. Wir haben viele Tempel und eine weitere Schule besucht. In den Tempeln hat man uns den Hinduismus näher gebracht. In den Schulen ist uns aufgefallen, dass es große Unterschiede gibt. Die Kinder tragen je nach Schule eine Schuluniform.

Als Willkommensgruß haben wir einen indischen Punkt (je nach Farbe eine andere Bedeutung) auf die Stirn bekommen.

An einem Tag sind wir mit den indischen Kindern zusammen zum Taj Mahal gefahren. Dieser Ausflug hat uns am besten gefallen. Wir haben viel gesehen und sind sogar in das Grabmal hineingegangen. Da das Grabmal von draußen sehr groß und spektakulär aussieht, denkt man, dass es von innen ebenso schön ist. Leider war es für uns innen eher ,,langweilig“, da es nur zwei Särge zu sehen gab.

Für uns beide war das indische Essen sehr scharf gewürzt und man musste sich erst daran gewöhnen. Wir haben ca. 3-4 Mal am Tag gegessen. Das ist normal in Indien.  Die Menschen dort essen viele und große Mahlzeiten am Tag.

Am Samstag hatten wir nichts mit der Schule geplant. Wir sind dann mit Ratnejai und Kaveri (unseren Austauschschülern) und  anderen Deutschen sowie deren Austauschschülern in den Freizeitpark ,,WOW“ gegangen. Wir hatten alle viel Spaß zusammen und haben diesen Tag ohne Lehrer genossen, da es unser vorletzter Tag in den Gastfamilien war.

Am letzten Schultag war unsere Verabschiedung. Wir hatten einen Sari oder eine Kurta an. Die indischen Schüler haben uns einen indischen Tanz vorgeführt. Wir Deutschen haben gesungen, getanzt und traditionelle Sachen aus Deutschland aufgeführt. Zum Schluss haben wir mit den Indern einen traditionellen indischen Tanz mit Stöcken vorgeführt. Wir haben uns auch ein Henna-Tattoo machen lassen.

In der zweiten Woche ging unsere Rundreise mit dem Bus in verschiedene Städte. Wir fuhren durch die Städte Dehli, Barog, Shimla, Rishikesh. Diese Woche haben wir ohne die Inder verbracht. Wir haben also eine kleine Rundreise über 5 Tage durch Indien gemacht. Als Erstes sind wir ins Himalaya-Gebirge gefahren. Dort oben war es sehr kalt und man musste sich warm anziehen. Dort haben wir uns auch einen Tempel angeschaut und sind durch das Gebirge gewandert.

Wir waren mit einer tolle Gruppe unterwegs, die sich sehr gut untereinander  verstanden hat.

Diese spektakuläre Reise werden wir niemals vergessen und können sie nur weiterempfehlen. Wir hatten am Anfang zwar Angst vor den neuen Erfahrungen, aber es war alles so aufregend und so haben wir unsere Angst vergessen.

Wir sind glücklich und froh, dass wir mitgeflogen sind, weil wann kommt man nochmal nach Indien?